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PRODUCER'S NOTE

„Alle großen Leute waren einmal Kinder. Aber nur wenige erinnern sich daran.“ (Antoine de Saint-Exupéry, „Der Kleine Prinz“)

In seinem zweiten Roman Das Kind in mir will Achtsam Morden lässt Karsten Dusse den Achtsamkeitscoach Joschka Breitner sagen: „Kindlich ist das altersgemäße Verhalten eines Kindes. Kindisch ist das nicht altersgemäße Verhalten eines Erwachsenen.“ – ein Leitsatz für den achtsamen Umgang mit dem eigenen inneren Kind. Auf den ersten Blick mag das banal klingen. Für mich hat es sich als stärkste Verbindung zu diesem Stoff herausgestellt. Die Kinder, die wir waren, leben in uns weiter und manchmal brechen sie aus uns hervor. Wir haben gelernt, das zu kontrollieren, zu unterdrücken, uns erwachsen zu verhalten. Aber wo soll da der Witz sein?

Das Schönste am Geschichtenerzählen und damit auch am Filmemachen ist für mich, dass wir eine Verbindung herstellen können. Zwischen den Figuren und dem Publikum, zwischen den Erzählenden und dem Publikum und vielleicht sogar innerhalb des Publikums, das sich einig wird in etwas, worüber man lachen, weinen oder nachdenken kann. Wir haben die Chance etwas preiszugeben, etwas zu lernen. Wir finden darin Anschluss, sind nicht allein.

Dieses Mal können wir noch tiefer gehen und diese Verbindung sogar in uns selbst herstellen, nämlich zu unseren inneren Kindern. Als Kinder lebten wir in Geschichten, sie verschafften uns Zugang zu unseren Emotionen und vielleicht haben sie uns nie ganz wieder losgelassen. Sie haben uns berührt und diese Berührungen haben uns geprägt. Wir waren dafür empfänglich: Nie wieder waren die Sommer so lang, die Träume so groß, die Gefühle so absolut, wie sie sich in der Kindheit angefühlt haben. Als Erwachsene haben wir das verlernt – was für ein Verlust! Und was für ein Gewinn, zu erkennen, dass wir Teile davon zurückbekommen können, wenn wir auf unser inneres Kind hören und seine Wünsche liebevoll und achtsam als kindlich, nicht als kindisch betrachten.

Mein inneres Produzentenkind hat sich nichts mehr gewünscht, als eine Serie wie ACHTSAM MORDEN über mehrere Staffeln begleiten zu können und es ist derzeit sehr zufrieden. Insbesondere, weil es Freunde gefunden hat im Verlauf dieser Staffel. Durch unsere inneren Kinder haben wir in der ACHTSAM-MORDEN-Familie viel über einander erfahren.

Für mich als Erwachsenen ist immer wieder verblüffend, wie parallel Björn Diemels Reise meine eigene begleitet, mich achtsamer und kindischer (beziehungsweise kindlicher) gemacht hat und ich freue mich auf alles, was ich noch von und mit ihm lernen kann. Immerhin befinden wir beide uns in unserer statistischen Lebensmitte. Ein guter Zeitpunkt, um über bewusste Ernährung nachzudenken. Oder über eine Pilgerreise – nur so zum Beispiel…

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Producer's Note